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Initiative "Holz auf Schiene" mit dem VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichnet

Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2021 geht an die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG

Mitte Mai startet die Zillertalbahn den Holztransport vom neuen Güterterminal in Jenbach zu Binderholz nach Fügen. Das Projekt wurde in weniger als einem Jahr auf Schiene gebracht und wird die B 169 Zillertalstraße massiv entlasten.

Unter dem Motto „Aufbruch in der Mobilität“ wurde Ende August der VCÖ-Mobilitätspreis verliehen. Das Siegerprojekt: Die im Mai dieses Jahres von den ZVB gestartete Initiative „Holz auf Schiene“, das gemeinsam mit Binderholz jährlich tausende LKW-Fahrten einspart.

Nach gut einem Jahr Vorbereitung war es am 17. Mai 2021 so weit: Nach siebeneinhalb Jahren nahm die Zillertalbahn erstmals wieder den Güterverkehr auf und transportiert seitdem Holz vom Verladeterminal in Jenbach zu Binderholz nach Fügen. Bereits im ersten Betriebsmonat konnten so rund 23.270 Tonnen Holz auf der Schiene befördert werden, dadurch wurden insgesamt 2.250 LKW-Fahrten eingespart.

Damit das große Vorhaben auch wirklich realisiert wurden konnte, mussten vorab einige Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden. „Die große Herausforderung dieses Projektes war die Verladung des Holzes von der Normal- auf die Schmalspur der Zillertalbahn. Mit dem Bau des neuen Güterterminals und einem eigens für die Schmalspurbahn entwickelten Transportsystem ist es uns aber gelungen, die rasche Umladung der Rundhölzer sicherzustellen“, erläutert Helmut Schreiner, technischer Vorstand der Zillertalbahn.

Entlastung für die Bevölkerung des vorderen Zillertals

Langfristig gesehen werden jedes Jahr 200.000 Tonnen Güter von der Straße auf die Zillertalbahn verlagert. Für das Projekt wurden nun die Firma Binderholz gemeinsam mit den Zillertaler Verkehrsbetrieben von LHStvin Ingrid Felipe, Michael Schwendinger vom VCÖ und ÖBB-Regionalmanager Rene Zumtobel mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2021 ausgezeichnet.

„Mit der Wiedereinführung des Güterverkehrs auf der Zillertalbahn sorgen wir dafür, dass jährlich 68.000 Liter Diesel weniger verbrannt werden, die Treibhausgas-Emissionen werden damit reduziert und unsere Straßen sowie die Bevölkerung deutlich entlastet – das sind die wesentlichen Gründe, warum wir das Projekt vorangetrieben haben. Die positive Resonanz freut uns natürlich sehr“, so Wolfgang Stöhr, kaufmännischer Vorstand der Zillertalbahn, über die Auszeichnung.

Wichtiger Schritt in Richtung Mobilitätswende

Der VCÖ-Mobilitätspreis verschafft Projekten eine breite Öffentlichkeit, die neue Alternativen für Mobilität bieten. Die Siegerprojekte dienen nicht nur als Vorbild für die Zukunft, sondern tragen bereits heute ganz konkret zur Reduzierung von Verkehr und Schonung von Ressourcen bei.

„Unsere Gesellschaft steht vor einer Wende. Um dem Klimawandel entgegenzutreten, brauchen wir ein Umdenken im Transport und in der Mobilität – nicht nur global, sondern vor allem auch regional. Durch die Verlagerung vom Straßenverkehr auf die Schiene schützen wir unsere Umwelt, schonen Ressourcen und stärken die Gesundheit der Menschen in Tirol. Projekte wie diese sind es, die uns Alternativen aufzeigen und uns helfen die Mobilitätswende zu meistern“, sagt LHStvin Felipe.

Verkehrsreferentin LHStvin Ingrid Felipe beim Lokalaugenschein in Fügen: „Es ist wichtig, dass wir Angebote schaffen, die auch im Schienengüterverkehr die berühmte letzte Meile abdecken, um damit viele Lkw-Fahrten von der Straße auf die Schiene verlagern.“

 © Land Tirol/Pölzl

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